es ist mal wieder sehr schön zu sehen wie alle welt sich über einen einzigen mann aufregt, diskutiert debatiert und argumentiert. all der persöhnliche kummer ist vergebens, wir haben ja sarazin. sarazin ein mann über den jeder reden mag. sarazin. und nochmal: sarazin. wie macht der das nur? wie schafft man es ein politisches sachbuch innerhalb weniger tage auf die bestseller liste zu befördern? ach ja richtig, man provoziert mit hochrechnungen und semirassistischen ressentiments. klar will dann fast jede_r bürger_in dieses buch lesen…klar! kann ihm doch relativ egal sein ob er seinen job verliert, sarazin schreibt einfach skandalbücher. Ne mal im ernst, mir ist aufgefallen das diese nation anscheinend einem skandal nach dem anderen hinterher jagt . ein zeugnis von gähnender leere und totem leben. die prikären schlagwörter wie “juden-gen” und “paralelgesellschaft” bringen das allgemeine fußvolk in rage. man eschofiert sich über einen einflussreichen mann, der rassitisches gedankengut in einen öffentlich wirksamen kontext bringt. so etwas geht nicht mehr nach 45. denn, wir sind doch jetzt wieder wer. wir wollen doch nicht mehr als nazis beschimpft werden und sowieso: rieger mochten wir eh nich.

Es ist also verwerflich das auszusprechen was alle hören wollen? Mir ist bewusst geworden das diejenigen die in diesem land dafür sorgen die schmalen schwielen der öffentlichkeit zu bekleiden, nur weitere meinungsdruckmaschienen sind die dumdümpellichen otto normalbürgern die ach so schwere kost bekömmlich vorkauen. a la berliner runde etc. in diesen polit talkshows wird von “paralelgesellschaften” geredet , die durch sogenannte “MigrantInnen” zu stande kommen. es wird davon geredet das sich die deutschen in zukunft von überfremdung bedroht zu fühlen haben… das hatten wir schon öfters diese diskusion…sie ist eingeschlafen. man muss heutztage also nur ein bisschen rumhitlern ein provokantes buch schreiben , ein einflussreicher mensch sein und schon rollt man wieder die “ausländerdebatte” auf in der es vorwiegend um deutsch-türkische menschen geht. also deutsche genau wie deutsche. intressant zu beobachten ist dabei, das sich sämtliche auseinandersetzungen auf oberflächliche begrifflichkeiten beschränken die mit der real existierenden wirklichkeit wenig zu tun haben. das suggeriert mir, das es hier schlicht und eifnach um eine gewisse meinungsmache geht, in der ein selbstmord eines menschen der in ein ihm vollkommen fremdes land abgeschoben werden soll, natürlich wenig reinpasst. denn dieser vorfall zeigt wirklich sehr deutlich wie “weltoffen” deutschland doch ist. und man möchte ja wie gesagt nicht als nazi germany dastehen. zu paralelegesellschaften fällt mir nur ein, das es wenige menschen gibt die sich darum kümmern die schon seit jahrhunderten existierenden randgruppen wahrzunehmen. armut zum beispiel.seit je her verhungern und erfrieren jedes jahr menschen auf den straßen dieses landes weil die meisten anderen menschen  in einer komplett anderen gesellschaft verkehren. oder haltet ihr es für gewöhnlich das z.b. ein banker nach der arbeit einem wohnungslosen ein bier ausgibt? diese ganze auseinandersetzung soll nur ablenken von den wirklich krassen problemen der republik und der gesamtsituation in der welt.

klar ist, das es bei diesem konflikt um die klare definierung der position zum unterschwelligen rassismus innerhalb der brd geht. das niemand gerne sagt: ja wir waren mal nazis, aber heute nicht mehr. sondern das jeder sagen kann: ich bin deutscher aber kein nazi und auch kein rassist; aber die “ausländer” haben sich mir anzupassen. kulturelle differenzen zwischen mehrern völkern müssen in eienr globalisierten welt in kauf genommen werden. oder würdet ihr nicht sagen das wenn jeder hier deutsch lernen müsse auch jeder alle anderen sprachen sprechen müsste, selbst die deutschen?

deutschland den deutschen und bomben drauf!