Ich möchte zu allererst einmal klarstellen das die Leser_innen im laufe des Textes feststellen werden das ich Fußball echt nich mag. Also wenn man was gegen Leude hat die Fußball gar nich mögen, dann hört am besten sofort auf zu lesen.

Allgegenwärtige Gespensterszenarien und schwarz rot goldene Zombie-Mobs sind zu Zeiten von Wm und public viewing etwas akzeptables und normales geworden. Auch Nationalexzesse  auf Festen die von Goebbels hätten veranstaltet werden  können, sind heute eine gern gesehene Feierwiese.

In Hamburg’s Vogelvoiliere aus Schanzenviertel-Pferdemarkt-Kiez ist wieder mal eine gefunde Bühne für Jede_n um sich und alles andere drumherum sowie die bedeutungslosigkeit der Zeit abzufeieren. Das ist es eben. Ich gehe in einen Club und bleibe dort bis zum nächsten Tag- so Mittags. Dann gehe ich nachhause oder irgendwo hin und ich sehe überall Deutschlandfahnen und Menschen die für ein Fußballspiel extra früh schlafen gegenagen sind. Nun ja, ich empfinde das als sehr traurig, aber wenn die meisten Menschen wissen würden was ich in der Nacht zu vor so getrieben hatte, dann würden sie sicherlich  auch traurig.

Auch gestern ist mir wieder mal klargeworden das landruterei und Wm-Bollos das einzige sind, was Deutschland und Deutsche zu einer homogenen Masse einigen zu scheint. Zumindest ist es egal ob man arm oder reich ist, beim Fußball sind alle gleich? Keine ahnung. Auf jedenfall sehen zumindest schon mal fast alle gleich scheiße aus. Besoffene Walgesänge aus Vuvuzelahörnen krönen dann den Abschluss des Shlandterrors. Leck mich am Hocker.

Nun denn, man kann bei aller grießgrämerei auch zu starker Verzweiflung neigen und sich in solcher leicht verirren. Aber auch die Wahl eines neuen Bundespräsidenten sorgt nicht dafür das ich mich  nicht weiterhin eher meiner eigenen Warnehmung und Realität widme, als deutsch nationaler Massenwichserei.

Und allgemein, Fußball ist und bleibt meiner Meinung nach scheiße. Zumindest die FIFA-Wm. Denn es  ist doch wohl vollkommen irsinnig zu sagen, das Nationalismus etwas verspieltes, ja grade zu freude erregendes sein kann. Vielleicht die freude daran, zu sehen wie ein Spieler ein Tor schießt, aber doch nicht wie er die Nationalhymne singt. Das kann mir niemand erzählen. Und selbst diejenigen, die sagen das sie nur beim Fußball ihre Mannschaft, also ihr HEIMATLAND  unterstützen wollen, sehen nicht das sie Teil einer schwarz rot goldenen masse sind die von oben bis unten her stinkt. Für mich wirds in dem Moment kritisch, in dem sich die Menschen zu einer riesgien “Deutschlandparty” verabreden. Also die feierenden verabreden sich um einen nicht real existierenden Überbegriff auf ein Fußballspiel herunterzubrechen und sich in künstliche Extase zu katapulieren. Für mich klingt das ganz dannach, als würde man nicht wissen wie man feiern soll, wo man feiern soll und vorallendingen WAS man feiern soll. Ich habs da leichter, ich weiss ich geh feiern und es läuft gute Musik, ich treffe nette Leute, ich benehm mich daneben, oder auch nich und gehe tanzen. Dafür brauch ich keinen Fernseher, oder eine Fahne. Ich kann auch ohne Leine mit mir selbst gassi gehen.