Wochenende

Dezember 4, 2009 von bombenkrieg

Wer gerne auf Antifa-Demos geht kann dies morgen ab 14Uhr tun. Die Demo richtet sich gegen Nazigewalt und startet am Hachmannplatz (Hamburg Hauptbahnhof). Einen, wie ich finde, nicht sehr gelungenen Aufruf findet ihr hier.

Wer sich morgen Abend nicht auf das größte Volksfest des Nordens begeben will kann ab 22Uhr in der Roten Flora feiern. Dort gibt es Musik aus den 80er und 90er Jahren. Das Geld geht an Antifaarbeit in Hamburg, wer vor 23Uhr kommt bekommt einen Sekt.

Schönes Wochenende und viel Spaß!

Demonstration am 13.12. in Hamburg

November 20, 2009 von bombenkrieg

Aufgrund der Vorkommnisse rund um den 25.10. diesen Jahres findet am Sonntag den 13.12. eine Demonstration in Hamburg statt. Hier der Aufruf vom Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten:

Antisemitische Schläger unmöglich machen – auch von links!

Am Sonntag, den 25.10.2009, verhinderten Antisemitinnen und Antisemiten gewaltsam eine vom Hamburger Programmkino b-movie und der Gruppe Kritikmaximierung geplante Vorführung von Claude Lanzmanns Film »Warum Israel«.

Mitglieder des »Internationalen Zentrums« B5, der Gruppe »Sozialistische Linke« (SoL) und der »Tierrechtsaktion Nord« (TAN), die sich mit Mundschutz und Quarzsandhandschuhen auf eine körperliche Auseinandersetzung vorbereitet hatten, verweigerten den Gästen den Zugang ins Kino. Besucherinnen und Besucher wurden dabei gezielt ins Gesicht geschlagen und als »Schwuchteln« und »Judenschweine« beschimpft. Auch in den Tagen darauf wurden Gäste, die von Blockadebeteiligten auf der Straße wiedererkannt wurden, bedroht und, in mindestens einem Fall, auch tätlich angegriffen.

In einer offiziellen Stellungnahme rechtfertigte die B5 die Gewaltausbrüche inhaltlich und tat sie als »kleinere Rangeleien« ab. Diese Erklärung strotzt abermals vor antisemitischen Klischees: So wird etwa der »Zionismus« als »rassistisches Projekt« bezeichnet, mittels dessen »künstlich der jüdische Charakter gewahrt werden« solle. Denn als künstlich gilt der antisemitischen Denkweise immer das jüdische, als natürlich aber alle anderen Völker.

Wir halten es für unerträglich,

  • dass ein Kino sein Programm vom Wohlwollen einer benachbarten Aktion Saubere Leinwand abhängig machen soll;
  • dass Linke sich als antisemitischer Kampftrupp formieren, um missliebige Veranstaltungen zu Israel zu unterbinden;
  • dass ein Film von Claude Lanzmann, französischer Jude, Résistancekämpfer und Regisseur von »Shoah«, der bedeutendsten Dokumentation über die Vernichtung der europäischen Jüdinnen und Juden, in Deutschland zum Angriffsziel einer militanten Blockade werden kann.

»Warum Israel« (1973) zeigt nicht bloß die verschiedenen Facetten der israelischen Gesellschaft. Es geht darin, aus der Perspektive eines Diasporajuden, um die Bedeutung des jüdischen Staates als Konsequenz aus der Shoah. Wer, wie die B5, die Vorführung eines solchen Films als »Provokation« versteht, der nur mit Gewalt beizukommen sei, steht auf der Seite der Barbarei.

Dieses Spektrum ist seit Jahren dafür bekannt, seinen Antisemitismus gewaltförmig auszuleben. Es sind die gleichen, die sich 2002 mit Gewalt Zutritt zum Freien Sender Kombinat (FSK) verschafften und dort einen Kritiker ihres Israelhasses fachmännisch zusammenschlugen; die auf einer antifaschistischen Demonstration im Januar 2004 die Trägerinnen und Träger eines Transparents »Deutschland denken heißt Auschwitz denken« von der Kundgebung prügelten; die seither bei zahlreichen Gelegenheiten Menschen, die Israelfahnen oder -buttons trugen oder aus anderen Gründen nicht in ihr Weltbild passten, bedroht, geschlagen oder mit Flaschen und Steinen beworfen haben.

Was es diesen Gruppen um die B5 bislang stets erlaubt hat, ihre Übergriffe weiter fortzusetzen, ist die Tatsache, dass sie von der Mehrheit der Linken und Alternativen entschlossene Gegenwehr nicht zu fürchten hatten. Kaum jemand der Linken steht ausdrücklich auf ihrer Seite; aber allzu viele waren dennoch bereit, ihnen ihr Plätzchen im Bündnis, auf dem Stadtteilfest oder sonst wo in der Szene freizuhalten.

Weil wir wissen, dass es ebenso verantwortungslos wie gemeingefährlich wäre, Antisemitinnen und Antisemiten gewähren zu lassen; weil wir wissen, dass die Schlägerinnen und Schläger mit jedem Erfolg nur stärker werden – daher halten wir es für unabdingbar, dass am 13.12., bei der Neuansetzung von »Warum Israel« im b-movie, der Film auf jeden Fall gezeigt wird.

Um die Angreiferinnen und Angreifer vom 25.10. politisch zu isolieren und eine Wiederholung ihres antisemitischen Gewaltspektakels zu verunmöglichen, rufen wir für diesen Tag zu einer Demonstration zum b-movie auf.

Auftaktkundgebung: 13.30 vor der Roten Flora
Abschlusskundgebung: 15.00 vor dem B-Movie

(Bündnis gegen Hamburger Unzumutbarkeiten, 18.11.09)

Das sind keine Rätsel, das ist offensichtlich.

November 16, 2009 von hotlikecurryy

Manch einer erkennt diese Kopfzeile nicht nur als verwirrenden Satz sondern als einen sehr klugen dazu, aus den Gesangsbüchern der altbewährten Hamburger Schule.

Doch ist mir bewusst das 90er Jahre Rock auf Youtube nichts mehr mit den damaligen Intentionen gemeinsam hat. Heute lebt man schneller als Gestern. Heute sind einem die Wege und Möglichkeiten mehr bewusst als Gestern. Heute weiss man was man hat. Klimaschutz ist da, weil er gebraucht wird. Datenüberwachung ist da, weil sie gebraucht wird. Pseudo- wissenschaftliche Blogeinträge im Netz über kritische Musiker sind auch keine Seltenheit und sowieso, die Welt twittert ihren Stuhlgang.

Das Mitteilungsbedürfniss der Menschheit hat eine neue Qualität erreicht. Wer wissen haben will kann es haben, nur Fragen stellen bleibt weiterhin verboten. Wir dürfen heute jedem zeigen was wir tun, was wir wollen dürfen wir auch zeigen; nur zu fordern wie das , was wir nicht wollen, nicht weiterhin geschiet, das ist untersagt! Ich habe in mir eine riesige Ansammlung an Wut, Hass,Verzweiflung, Freude und all den ganzen Schmock. Aber ich finde keinen Ort, kein Mittel es vollkommen loszulassen.

Die Menschen gehen durch die Straßen zu einem Kino und wollen einen Film sehen. Auf dem Weg dorthin sehen sie soviel Leid. Krüppel, Arbeitslose, Prostiuierte, Junkies…Doch nirgendwo ein Ventil zu finden. Dann stehen sie vor dem Kino und entscheiden sich für einen Katastrophen-Film, nur um das ganze Leid zu vergessen. Ach ja man kann ja nen Penner-Twitter einrichten. „Hamburgerstraße: Hier sind besonders viele Penner, sie rufen die ganze Zeit nach KLEINGELD“. Habt ihr keine eigenen Probleme? Ich habe mich schon seit einiger Zeit davon verabschiedet die Welt verändern, oder gar verbessern zu können. Für mich war irgendwann klar das  der Welt nicht geholfen werden kann. Es ist alles so wie es ist und was nicht ist, kann auch nie werden, niemals. Zumindest nicht ganz. Aber abfinden will ich mich damit bis heute nicht. Bis heute suche ich verzweifelt Dinge und Wege mich nicht komplett von dieser Welt einwickeln zu lassen. Das ist sau schwer. Ich bewahre mir den Menschenhass. Ich bewahre mir das Gefühl nicht wie alle anderen sein zu wollen, mich nicht mit allem volzufressen oder in der Masse unterzugehen. Irgendwie muss es doch einen Ausweg aus dieser monotonen Scheiße geben, oder nicht? Irgendwie muss es doch möglich sein nicht komplett zu vertrocknen und nicht gewissenlos in ein Leben voller Lahmheit hineinzuwachsen. Vielleicht sollte ich irgendwas mit Medien machen. Kaffe trinken, bewusst Mieten erhöhen und Zecken mit leeren Latte-Gläsern bewerfen. Das wär schon was. Aber wenn ich den Weg dahin beachte, weiss ich das er voll mit Scheiße beschmiert ist.

Jeglicher Widerstand gegen irgendetwas in dieser Welt, funktioniert nur in einem selbst und niemals zusammen mit anderen. Protest kommt aus meinem Arsch, in Form von Gas. So siehts aus. Leckt mich fett, ich bin weg!

Deutsche Party und Mauerfall

November 10, 2009 von bombenkrieg

Wochenlang wurde mensch schon über diverse Zeitungen, Fernsehsendungen und andere Medien mit der kommenden Party rund um den Mauerfall konfrontiert und genervt. Gestern, 71 Jahre nach der Reichspogromnacht, war es dann soweit. Deutschland und sein Volk feierte sich selbst. Wo sonst, tobte die Party rund um dieses ach so tolle Jubiläum der Deutschen, wenn nicht in Berlin. Der Geist der „friedlichen Revolution“ lag in der Luft. Wagner wurde Gespielt. Das Volk jubelte. Sicherlich floss so manch eine Träne über die Wangen einiger. Die Mauer viel ein zweites Mal; einzigartige Inszenierung. Zum Schluss noch ein Feuerwerk. Auch im Nahen Osten kam es zum Fall der Mauer. Naja fast. So schafften es einige Palästinenser ein Stück der „Apartheidmauer“, wie sie gerne und oft zu genannt wird, einzureißen um so ihren Protest zum Ausdruck zu bringen. Dass diese Mauer die in Israel lebenden Menschen vor rasenden Selbstmordattentätern schützt, wird jedoch schnell vergessen. Heute, einen Tag später, ist zum glück wieder eine gewisse Ruhe eingekehrt. Es wird zwar noch fleißig über den gestrigen Tag (Den des Mauerfalls, nicht etwa den der Reichspogromnacht) gesprochen, allerdings wird auch das nachlassen. Zumindest bis zur nächsten deutschen Party.

Tanzen gegen die Gesamtscheiße

November 9, 2009 von hotlikecurryy

Am 13.11.09 laden die Gruppe Kritikmaximierung  und das Fsk in die Rote Flora zu Rave und Stampf gedusel!

Mit dabei:

Main//Techno

kt&f (Egotronic/Berlin)

Max Motor (Monkeydick Music Department/Hamburg)

Mikroklubbing (FourtothefloorElectroTrashDisk.o/Göttingen)

Wal-Mart

Der Dom (Frau Gorbatshova)

Keller//Breakcoredubstepwhatever

Istari Lasterfahrer (Sozialistischer Plattenbau/Hamburg)

LFO Demon (Sprengstoff/Berlin)

Neurosis Orchestra (Sprengstoff/Sozialistischer Plattenbau /London/Berlin)

DiskoCrunch (hh)

 

Und noch eine Tanzveranstaltung möchte ich euch nahe legen. Die hier:

Visit

www.gorbatschowa.com

www.kritikmaximierung.de

www.fsk-hh.org

Stellungnahmen und mehr

November 6, 2009 von bombenkrieg

Bezüglich der Vorfälle vom 25.10.09 ist viel Neues erschienen. So gab es zum Beispiel ein Interview in der Jungle World, einen nicht sehr gelungenen Artikel in der taz und einige weitere Artikel und Texte. Hier auf dem Blog äusserte sich einer unserer Schreiber. Auch ist nun eine ausführliche Stellungnahme des B-Movies erschienen. Dort ist unter anderem folgende, sehr erfreuliche Botschaft zu lesen:

Die Veranstaltung „Warum Israel“ ist in Absprache mit Kritikmaximierung Hamburg auf Sonntag, den 13.12.09 um 16:00 Uhr verlegt worden.

Und selbst die B5 hat es nach einiger Zeit geschafft eine eigene Stellungnahme zu veröffentlichen, welche wie ich finde äußerst lächerlich ist. Einen lesenswerten Kommentar zu dieser gibt es auf dem Blog Cosmoproletarian Solidarity. So genug erstmal. Ich wünsche (fast) allen ein schönes Wochenende, auch wenn das Wetter schonmal nicht zu viel verspricht.

Nein heisst Ja und Ja heisst vielleicht, aber dann irgendwie doch nicht

November 5, 2009 von hotlikecurryy

An Orten wie kulturellem Leben, alternativer Gegenkultur oder poltisch geballter Kraft, sind oftmals Parolen an den Wänden zu lesen die darauf aufmerksam machen, dass soetwas wie Sexismus oder Rassismus, ausgrenzung und fremdenfeindlichkeit, eben jene Dinge die diese Menschen anklagen, dort „nichts zu suchen“ hätten.
Auf den ersten Blick eine recht schmeichelhafte und symphatische Maßnahme die sicherlich nicht falsch wirkt. Doch bei längerem nachdenken  wurde mir schnell bewusst das diese Verbotsschilder mehr als falsch sind.
Hier in Hamburg gibt es mehrere Orte an denen solche Schilder zu finden sind. Es sind Orte an denen sich Menschen ihr ganz spezielles, kleines alternatives Reich geschaffen haben. Selbst erkämpft und nie wieder losgelassen. So verstehen sich politische Infrastruktur und organisiation durch das basisdemokratische Konsensprinzip, in dem alles was in diesem Haus explizit geplant werden soll, in einem Plenum gemeinsam abgestimmt wird. So meist auch die Forderung nach einem „Schutzraum“ vor Rassismus, Sexismus, Konsumzwang, Leistungsdruck,Homophobie, eben all die schlimmen und abscheulichen Dinge, denen wir alltäglich ins Auge sehen.Ja schlimm sowas. Für vielerlei menschen bildet die einhaltung dieses Schutzraumes den grundpolitischen Baustein ihrer Vorstellung  von leben in einer Gemeinschaft, eben einer sog. Paralelgesellschaft ; natürlich vollkommen abgeschottet von der übrigen Gesellschaft.
Aber genau das ist der fehler. Orte, mögen sie noch so mietfrei und unkommerziell bewohnt oder belebt seien, können keinen Ausweg aus dieser Gesellschaft bieten, es sei denn sie kapseln sich vollkommen ab und kehren dem rest der Welt den rücken zu. Doch wie soll das z.B. in einem politischen Zentrum wie der Flora funktionieren?
Sicherlich ist nahezu jeder Mensch an diesen Orten willkommen, er darf sich dazu setzten, er darf dies er darf das, aber er darf nicht alles.
Wie soll Jemand, der in der hegemonie der Herschaftsstruktur lebt, sich darüber im klaren sein das der weg seiner Erziehung ihn zu einem durch Zwänge geprägten Menschen gemacht hat, wenn ihm gesagt wird, das er an Orten wie der Flora bestimmte sachen nicht darf. Wie soll ihm bewusst werden, das wenn er die Dinge die er tut,  aus ganz bestimmten Reflexen heraus tut. Klar es ist einfach jemandem, der grade dabei ist einem anderen Menschen auf den Arsch zu hauen, selbst auf die Fresse zu hauen. Man macht es sich halt leicht. Ich denke es ist falsch den Menschen auf dem Silbertablett zu präsentieren, was sie nicht dürfen. Ich denke es sollte genau anders herum passieren. Es sollte Orte geben, an dem  der Mensch für sich herausfinden kann wie er erzogen wurde, was er in der Vergangenheit durchlebt hat und wie das LEBBAR gemacht wird. Klar Infoveranstaltungen zu Sexismus oder Rassismus geben Input, aber leider sind sie für „unerfahrene“ Menschen schwer auf das reale Leben übertragbar. Das gelernte überfordert schnell. Mal abgesehn     davon,das mir theoriegewichse zu realpolitschen Mechanismen schon immer auf den Sack gingen.
Politische Freiräume die von sog. „emanzipatorischen Linken“ besucht werden, sollten einen Raum bieten in dem freies Denken, eben auch das zulassen und aussprechen der verinnerlichten Rassismen, Sexismen, usw usf gegeben sind. Ich denke die unterdrückung und weghalluzinierung solcher Bedürfnisse haben etwas christlich naives. Sie bezwecken nicht die Umwälzung der verinnerlichten strukturellen Verhaltensmuster, sondern reproduzieren sie, ja nähren sie sogar.
Ich darf z.b. nicht nackig durch die Flora laufen wenn mir danach ist, denn es könnte ja jemanden stören. Aber erst genau dieses bewusstsein darüber, dass es jemanden stören könnte macht es doch so reizbar.
Logisch für mich ist, das diese Orte eben desshalb ihren Reiz für mich verloren haben, weil sie geprägt sind wie jeder andere Ort auch. Strikte Regeln und strikte Normen die einen einheitlichen Normalzustand generieren, der im laufe der Jahre zu einem langweiligen einheitsbrei wird, in dem ordnung und struktur zu Tradition mutieren. wiederlich.
Keinerlei Fortschritt keinerlei Lebensfreude, keinerlei Experimentierfreude. Ich will kein altes 68 denn das war auch nicht besser. ich will einen dogma und doktrin freien Raum in dem ich tuen und lassen kann, was ich will und erst DANACH darüber geredet wird.
Ich will nicht von vorne herein wissen was ich nicht darf, ich will von vorne herein wissen was möglich ist!

Pfogelism

Oktober 29, 2009 von hotlikecurryy

manch ein mensch, der sich für radikal politsches treiben in dieser ach so schönen und langweiligen stadt  intressiert, sollte bemerkt haben das am letzten sonntag  das hier passierte.

nun wird einem bei solch einer nachricht schlecht. oder villeicht auch nicht. weil es wieder einmal eine aneinanderreihung politischer prozesse darlegt. klar, neben der b5 solch einen film zu zeigen ist sicherlich eine provokation, aber sicherlich auch eine provokation die politsche wiederlichkeiten offenlegt.

wiederlichkeiten, die nicht nur mit einem wort zu beschreiben sind wie etwa „antisemitismus“. nein, was hier passierte ist nicht neu, auch nicht sonderlich erschreckend oder gar besonders. es ist nicht verblüffend solche politisch ambizionbierte verfächter  des schlechten geschmacks an solchen orten , solche dinge sagen zu hören. denn wir sind ja in deutschland. für mich stellt sich nicht die frage , wesshalb menschen andere menschen davon abhalten in einen film über den staat israel zu gehen, listen über die besucher zu führen, sie abzufotografieren oder sie gar zu schlagen. nein das ist alles höchst normal in diesem land.

mal abgesehn  davon, das die SOL ein komplett marginaliserter spinnerverin ist, dessen politsche meinungen niemanden hier intressiert, verkommen deren taten in einem sumpf aus lächerlichkeiten und idiotie. mir ist bewusst um welchen klientel es sich hier bei handelt. vollkommen a-historische theoriewichser, die es verstehen aus marx zu rezitieren, keinerlei eigenes gedankengut vorzuweisen haben und sobald der satz:“ ich stehe dem israelischen staat kritisch gegenüber, aber dennoch bin ich nicht sein feind“ fällt, einem das label ANTIDEUTSCH auf die backen klatschen.

ach wie schrecklich soetwas. ein krieg der kleingeister. diese sol-heinies verkreichen sich in ihrem „Club“ und finden es cool gegen amerika zu sein. palästina ist eh total sexy und marx auf der fahne herumzustragen ist fast so cool wie ein nirvana shirt zu tragen, aber nur fast. marx ist cooler als kurt. wie allgemein bekannt, findet man in diesem verein vorwiegend menschen, die das antisemitische gedankenmuster in voller linie verinnerlicht und veräußerlicht in die welt hinaustragen. so ist es, wie schon erwähnt, nahezu unmöglich sich mit diesen menschen kritisch über den nah-ost konflikt auseinaderzusetzen. schlichtweg mangelndes historisches wissen trägt dazu bei, das der solist auf  seiner schäbigen meinung sitzen bleibt und sich auch nicht davon abringen lässt. israel sei ja ein durch feudalherrschaft durchtriebener kriegsstaat der als einstiges opfer nun zum täter würde. schreklich sowas.

Diese Hirnträgheit geht mir mehr als auf den sack. zu glauben mit ein paar stereotypischen informationsquellen könne man sich über solch einen hohen themenkomplex wie den nah-ostkonflikt ein fundierte meinung bilden, das ist einfach nur arm. unkritisches denken gegenüber eines fernab stattfinden konflikts, ist nur ein decktmantel für die hier grassierenden nachwirkungen des nationalsozialismus und des holocausts. eine emanzipatorische linke trägt die aufgabe, sich bewusst zu werden in wie weit ein solch politisches herrschaftssystem wie das der nazis bis in die gegenwart wirkt und uns alle hier aufgewachsenden oder lebenden beinflusst. es ist viel wichtiger die sozialpolitik der nazis zu studieren,darauf acht zu gegeben wie worte und begrifflichkeiten wie „Asoziale“ oder „assis“, die damals geprägt wurden, noch heute verwendung finden.

wie selbst die jenigen die sich als sogennate aufgeklärte bezeichnen noch immer rassismus, antisemitismus, homophobie, fremdenfeindlichlichkeit, herzlosigkeit, unintresse an den mitmenschen und egoismus verinnerlicht haben, eingestehen das dies nicht von irgendwoher kommt.

dies ist alles eine frage der erziehung und der bildung. wir haben die aufgabe uns selbst zu erziehen und frei zu machen. sofern es überhaupt so etwas gibt wie freiheit.

 

 

Antisemitische Schlägerhorde

Oktober 26, 2009 von bombenkrieg

Gestern Nachmittag zeigte sich in Hamburg wieder einmal die Aggressivität der B5 und der Menschen aus ihrem direkten Umfeld. So verhinderten diese eine Vorführung des Filmes „Warum Israel“ von Claude Lanzmann. Dieser sollte eigentlich im B-Movie in Kooperation mit der Gruppe Kritikmaximierung Hamburg gezeigt werden. Näheres ist hier und hier nachzulesen.

Nun noch einmal der Hinweis: Wer heute abend noch nichts vor hat kann/sollte dorthin gehen.

German Kleinlichkeit

Oktober 25, 2009 von hotlikecurryy

hier in diesem land gibt es vielerlei gemeinsamkeiten zwischen denen, die behaupten sie seien(national gesehn) etwas sehr besonderes oder einzigartiges. So ist es auch nicht verwunderlich, das deutsche , die sich speziell als DEUTSCHE also menschen aus dem deutschen lande verstehen, mit nichts anderem identifizieren als dem deutsch sein.
aber deutsch sein ist ja so banal und popelich wie urugaisch oder auch französisch sein.
wenn ich also hier in diesem wirklich streng ambizioniertem, weitesgehend national denkendem land mir die frage stelle, was typisch deutsch sei, so fahren mir als erstes die bilder aus der nazizeit in den kopf.
schlimm das. irgendetwas muss doch dran sein, an diesem „naziding“. irgendtetwas muss da doch gewesen sein, was einem selbst nach fast 70 jahren bei diesem wort immernoch angst einjagt. ach ja, der kalküle, mörderische plan. genau das wars!
mal abgesehn davon das ich es mehr als scheiße finde, sich mit überhaupt irgendetwas zu identifizieren bzw sich dieser indentifikation in allen lebenslagen zu verschreiben, ist die „deutsche“ identität derer, die sich zu ihr hinzugezogen fühlen, weniger sexy oder attraktiv, sondern vielmher ein sinngewordenes bild für verkorksten konservatismus und dem drang dannach alles zu vergessen.
die german kleinlichkeit ist ja in allerwelt bekannt und so wird hier akribisch genau darauf geachtet herauszufinden wesshalb alles so ist wie es ist. warum mensch angst davor haben sollte, das in der krise das internet zu grunde geht, oder warum mensch einfach mal auffhören sollte zu denken. warum walen nichts mit austerbenden tiergattungen zu tun haben und wo mensch das beste räuchertofu herbekommt. ich war schon in eingen ländern und in den meisten sprach ich die sprache nicht aussreichend genug um herauszufidnen was die gängigen gesprächsthemen der leute waren die ich da so besuchte. dennoch, ich merke das hier in diesem land die objektivität als betrachtungsweise der eigenen umstände immer mehr in den vordergrund rückt. man unterhält sich über seine neurosen, oder man redet über das Aus von quelle. „Oh nein quelle geht pleite, da muss ich ja ein buch lesen“
vielleicht ist es auch lustiger sich beim lesen eines warenkatalogs vorzustellen es wär ein gutes buch. dann wird der lidl eistee ganz schnell zum 50 jahren alten chardonnay und die smart zinogge zur havanna. ja das wär doch was.
viel anstrengender ist aber der alltägliche besuch bei guten freunden die anscheinend viel zu viel zeit damit verbingen in der vom sozialamt oder sozialer einrichtung zur verfügung gestellten wohnung täglich ein wenig zu verändern. ich mein gut, das ist ja nichts verwerfliches, aber dann beleidigt zu sein wenn der besuch diese veränderung nicht wahrnimmt, weil er sich freut den menschen zu sehen den er besucht, dass ist mehr als verwerflich.das ist langweilig. ich mache meine emotionen nicht abhängig von verrücktem möbelliar. auch wenn ich abends weggehe nimmt dieser kleingesit kein ende. ich lerne menschen kennen die mich über ihren letzten klamottenkauf in der innenstadt aufklären oder aber dafür sorgen das ich ihnen schon von vorneherein nicht zuhöre. meistens vergesse ich das gesagte , aber einige dinge sind so langweuilig das sie einen schon wieder zum lachen bringen.
ohne drogen hält man das hier nicht aus.